Persönliche All-Inkl Erfahrungen von 2015 bis 2019

Seit 2015 nutze ich nun schon das Webhosting-Angebot von All-Inkl.com. Es geht in das fünfte Jahr. Deswegen möchte ich die Gelegenheit nutzen, um über einige meiner persönlichen Erfahrungen mit dem Hoster zu berichten.

Dafür möchte ich jetzt nicht bis ins kleinste Detail gehen, aber das hervorheben, was mir in dieser Zeit aufgefallen ist.

Und eins ist auch klar: Es gibt jede Menge anderer Webhoster, mit denen du deine Website auch ohne große Probleme hosten kannst.

Letztendlich ist es bei den Webhostern irgendwie so ähnlich wie beim Vergleich von Smartphone Prepaid Tarifen oder Ähnlichem: Die wichtigsten Aufgaben erfüllen irgendwie so gut wie alle Anbieter. Mal ist einer etwas günstiger, mal ein anderer.

Dann gibt es ein paar spezielle Features wie mehr Inklusivdomains, kostenlose SSL-Zertifikate, Anzahl Datenbanken und so weiter.

Aber wenn dein einziges Ziel das Aufsetzen einer simplen Website ist, dann kannst du bei den klassischen Verdächtigen unter den Webhostern nicht wirklich etwas falsch machen. Daher ist es fast gänzlich egal, für welchen Anbieter du dich entscheidest.

Überall musst du dich mit der Oberfläche und deren Handhabung vertraut machen.

Jede Entscheidung der Ast eines Baumes ist: Was wie Entscheidung aussah, dann ist nur Beginn einer Entwicklung.“

Meister Yoda

Warum hatte ich mich für All-Inkl entschieden?

Es ist einige Zeit her. Aber ich erinnere mich noch genau daran, wie viel Zeit ich damals bei der Suche nach dem besten Hoster für mich “verplempert” habe. Oder vielleicht war es auch sehr gut investierte Zeit. Wahrscheinlich sogar Letzteres.

Ich war auf der Suche nach einem Hoster mit einem möglichst gutem Preis-Leistungs-Verhältnis, der vertrauenswürdig ist, schnelle Ladezeiten aufweist und unkompliziert zu bedienen ist.

Mehrere Stunden über einige Tage verteilt habe ich immer wieder verschiedene Angebote angeschaut. Und mich dabei auch etwas in einzelnen Details verrannt. Gerade als damaliger Anfänger ist es nicht so leicht zu beurteilen, was von den ganzen Features wirklich wichtig ist. Aber so konnte ich mir einen guten Überblick über die aktuelle Webhosting-Lage verschaffen.

Auch Hinweise im Netz dazu, dass ein Webhoster idealerweise seine Server auch im Land der Zielgruppe stehen hat, waren sehr hilfreich. Ansonsten wäre ich damals wahrscheinlich direkt zu einem amerikanischen Hoster wie Bluehost gegangen.

Letztendlich habe ich mich dann aber doch darauf verlassen, was ich von echten Menschen im Austausch erfahren habe. Und in meinem Umfeld war damals – und soweit ich weiß auch heute noch – All-Inkl hoch im Kurs.

Als ich dann gesehen habe, dass sie auch einen kostenlosen Testzugang anbieten, habe ich den Anbieter einfach mal ausprobiert.

Diesen habe ich dann in den zunächst niedrigsten All-Inkl-Tarif umgewandelt.

Überraschend transparente Preisgestaltung

Wovon ich immer noch beeindruckt bin, ist folgende Kuriosität: Beim Abschluss des Webhosting-Pakets bei All-Inkl werden erstmal alle Preise so angezeigt, wie sie bei minimaler Mindestlaufzeit ausfallen würden. Also bei monatlicher Kündigungsfrist. Denn da gibt es 0% Vergünstigung.

Du hast dann aber während des Buchungsprozesses die Möglichkeit, deine Kündigungsfrist auf 3, 6, 12, 24 oder gar 36 Monate zu erhöhen und dabei dann bis zu 20% Rabatt zu bekommen. Bis zu dem Zeitpunkt dachte ich schon, dass All-Inkl schon etwas teurer ist. Danach wusste ich auch, warum.

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Rabatt bei All-Inkl wird dir im Verlauf des Buchungsprozesses angezeigt. Du kannst den Standard-Preis aus den Übersichten also noch vergünstigen, je nach Vorauszahlungszeitraum. Foto: Screenshot vom 26.05.2019 / All-Inkl.com

Denn viele der anderen Webhosting-Anbieter geben in so einem Fall auf allen Übersichtsseiten der Website den reduzierten Preis für sowas wie 36 Monate Vorauszahlung an. An den Betrag kommen dann ein paar Sternchen* oder andere Fußnoten1,2,3, sodass der eigentlich realistische Preis am Ende des Buchungsprozess meist noch einmal (deutlich) nach oben geht.

Ich finde das Vorgehen seitens All-inkl daher sympathisch, da es aus meiner Sicht kundenfreundlicher ist. Ich war auf jeden Fall positiv überrascht. Aber wahrscheinlich verkauft es sich andersherum besser. Wer weiß.

Jedenfalls immer noch Daumen hoch dafür.

All-Inkl Erfahrungen: Was habe ich in den Jahren wirklich gebraucht?

Wirklich gebraucht habe ich für meine Projekte bzw. Arbeit folgende Features:

  • Ausreichend Speicherplatz/Webspace
  • Software-Installationshilfe für WordPress in wenigen Klicks
  • Inklusiv-Domains für die teureren .com Domains (.de-Domains habe ich meist extern aufgeschaltet)
  • alle 25 Datenbanken für 25 Websites mit WordPress für inklusive Domains und externe Domains (werde demnächst wieder einen Tarif höher gehen)
  • Kostenlose Let’s Encrypt SSL Zertifikate (ab dem 2. niedrigsten Tarif unbegrenzt dabei, davor glaub ich aktuell 1 Euro pro Domain pro Monat –> Was immer noch sehr gut ist im Vergleich zu vielen anderen Anbietern. Bei anderen kommt da auch gern noch mal sowas wie 2,99€ pro Domain pro Monat dazu. Daher auf jeden Fall sinnvoll, wenn euer Hoster kostenlose Let’s Encrypt Zertifikate anbietet)
  • Die Möglichkeit, externe Domains von einem anderen Domain-Registrar aufzuschalten
  • Verwaltung durch Unteraccounts für jede Website mit eigener Ressourcen-Zuweisung (unendlich praktisch!)
  • E-Mail-Adressen erstellen
  • Web-FTP und FTP-Zugang

Vermutlich auch noch ein paar weitere Sachen. Aber die Punkte aus der Liste sind grob gesagt die, die ich wirklich gebraucht habe.

Und die fett gedruckten Schlüsselwörter sind die, auf die ich persönlich bei der Suche nach einem Webhoster besonders acht geben würde. Aber das ist natürlich Geschmacksache.

Welcher Tarif macht für den Anfang am meisten Sinn?

Wenn du nur eine einzige Website nutzen möchtest, dann ist der “Privat”-Tarif erstmal generell ausreichend. Da sich gerade im Bereich Datenschutz in letzter Zeit einiges getan hat, würde ich dir aber empfehlen, unbedingt das SSL-Zertifikat für den einen Euro Aufpreis dazu zu buchen. Das kannst du aber auch jederzeit nachträglich noch ändern.

Der Privat-Tarif kostet aktuell 4,95€ / Monat bei monatlicher Kündigungsfrist. Wenn du da zum Beispiel auf ein Jahr hoch gehst, dann kannst du den Preis um 10% drücken. Ein Jahr ist ein ganz guter Zeitraum, wo du dich nicht ewig binden musst, aber insgesamt etwas günstiger kommst. Auch das kannst du aber jederzeit ändern.

Ich selbst nutze aktuell noch den “PrivatPlus”-Tarif (7,95€), da ich schon eine größere Zahl an Websites über All-Inkl aufgesetzt habe. Insbesondere dann lohnt sich der Tarif, da nun alle SSL-Zertifakte mit Let’s Encrypt kostenlos über wenige Klicks eingebunden werden können. Und mit den dann 25 Datenbanken sind die meisten erstmal mehr als ausreichend gut versorgt.

Für mich ist der PrivatPlus-Tarif ein sehr passendes und attraktives Angebot. Auch wenn ich jetzt doch bald nach nunmehr 5 Jahren ein weiteres Upgrade auf den “Premium”-Tarif (9,95€) vornehmen werde. Das ist ok. Für die meisten Einsteiger aber nicht notwendig.

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Tarifübersicht All-Inkl ohne Vertragslaufzeit. Foto: Screenshot vom 26.05.2019 / All-Inkl.com

Aufschalten externer Domains – für mich wichtigstes Feature

Das für mich wichtigste Feature ist die Möglichkeit, externe Domains aufzuschalten. Gerade am Anfang sind viele Menschen dazu geneigt zu denken, dass die Anzahl der Inklusivdomains / Domains in den Tarifübersichten über die Anzahl der nutzbaren Websites Aufschluss geben.

Das mag bei manchen Anbietern auch tatsächlich der Fall sein. Wie das genau ist, kannst du bei deinen Webhosting-Favoriten auch jeweils erfragen. So ganz eindeutig war es früher nämlich nicht. Und ich vermute mal, dass sich das nicht großartig geändert haben wird.

Bei All-Inkl kannst du relativ einfach auch von anderen Domain-Registraren, bei denen du die Nameserver der Domains ändern kannst, Domains aufschalten und als Website/E-Mail-Konto über die All-Inkl Server nutzen. Wenn du WordPress nutzen möchtest, dann in der Höhe der verfügbaren SQL-Datenbanken. Im Privat-Tarif sind es aktuell 10, im PrivatPlus 25 Datenbanken.

Passend dazu: Externe Domain mit All-Inkl Webhosting nutzen

Falls dir dieser Erfahrungsbericht geholfen hat und du ALL-INKL ausprobieren möchtest, dann würde ich mich freuen, wenn du dich über meinen Partnerlink anmelden würdest. Dann bekomme ich eine kleine Provision von All-Inkl. Für dich entstehen dabei natürlich keine Mehrkosten.

Meine Erfahrungen mit dem All-Inkl Support

Im Laufe der Jahre musste ich ein paar Mal Kontakt mit dem All-Inkl Support aufnehmen. Das habe ich meistens per E-Mail, in seltenen Fällen auch mal per Telefon gemacht.

Bisher bin ich dort freundlich und hilfreich beraten worden. Und auch wenn ich Sonntagabend um 22 Uhr etwas geschrieben habe, kam fast immer innerhalb von einer Stunde eine Antwort.

Nun muss ich dazu sagen, dass ich selbst in regelmäßigen Abständen automatisiert/manuell Back Ups durchführe, sodass ich für den Notfall wohl ganz gut gerüstet bin. Und einen richtigen Ernstfall hatte ich bis jetzt noch nicht.

Am Anfang hatte ich bei meinen Testversuchen an eigenen Projekten schon mal etwas zerschossen. Aber das ließ sich bisher immer mit einem eigenen Back Up einfach wieder zurücksetzen.

Außerdem versuche ich die meisten Probleme / Problemchen erst einmal selbst zu lösen, bevor ich mich an den Support wende. Aber so viele waren es bisher auch nicht. Was ja irgendwie auch gut ist und ich mich deswegen auch nicht beklagen möchte.

Was etwas suboptimal ist

So richtig schlecht ist aus meiner Sicht nichts. Man merkt, dass sich das Kerngeschäft von All-Inkl um das Thema Webhosting dreht und nicht nur ein Zweig von vielen anderen ist.

Aktuell fallen mir zwei Punkte ein, die mir auch in Kooperation mit anderen Menschen bei Gemeinschaftsprojekten zuletzt wieder deutlich wurden. Ansonsten wirst du ja etwas betriebsblind nach einer Weile und hast dich an bestimmte “Lösungen” einfach gewöhnt, wo Neulinge aber (kleine) Probleme haben.

Deswegen sehe ich Vieles vielleicht auch einfach nicht mehr. Diese Punkte versuche ich in Zukunft hier noch nachträglich hinzuzufügen. Wenn mir weitere einfallen.

  1. Die Trennung von Memberbereich (Vertrag & Domain) und KAS (technische Verwaltungsoberfläche) ist für neue Nutzer nicht immer so einfach zu durchschauen bzw. leicht verwirrend. Vor allem, wenn sie nur alle paar Monate etc. mal etwas ändern wollen. Aber das ist jetzt auch nicht unendlich tragisch.
  2. Kostenlose Let’s Encrypt SSL Zertifikate könnten auch im niedrigsten Tarif mit dabei sein. Oder zumindest eins. Auch wenn die aktuelle Lösung mit 1 Euro Aufpreis auch sehr fair ist. Aber gerade da seitens Datenschutz und auch von Suchmaschinen wie Google die Nutzung einer sicheren Verbindung empfohlen wird, gehört das ja fast schon zur Standard-Funktionalität einer Website. Vielleicht ließe es sich auch weiterspinnen und so anbieten, dass alle Domains automatisch Let’s Encrypt oder ein anderes SSL-Zertifikat bekommen können. Wäre auch aus Marketingsicht womöglich ein interessanter Aspekt.

Mehr ist mir bis jetzt noch nicht aufgefallen, was mich wirklich gestört hätte.

Fazit All-Inkl Erfahrungen

Bisher hat alles wunderbar geklappt und ich bin immer noch voll und ganz zufrieden. Die Leistungen, die ich für mein Geld erhalte, sind sehr fair. Die Pakete lassen sich sinnvoll aufstufen, sofern du mehr benötigen solltest.

Wenn ich bei einigen Kunden oder Freunden sehe und höre, was sie manchmal für Ärger mit anderen Hostern haben, bin ich wirklich froh, dass ich damals nicht nur nach den günstigsten Preisen gegangen bin. Vor allem ist es sehr praktisch, dass ich nicht für jede weitere Website draufzahlen muss.

Die Kombi aus externen Domains, viele Datenbanken, kostenlose Let’s Encrypt Zertifikate ab PrivatPlus und das Management über Unteraccounts macht die Verwaltung für mich sehr angenehm.

Auch die Verwaltungsoberfläche im KAS ist sehr übersichtlich und schlicht gehalten. Manch einer würde sagen, dass sie damit keinen Designer-Preis gewinnen würden. ABER: Es ist sehr einfach, verschiedene Einstellungen zu finden. Bei anderen Hostern gibt es da manchmal ein Wirrwarr an grafischen Elementen, wo du dich erstmal durch zig verschiedene Seiten klicken musst.

Ich hoffe tatsächlich, dass sie das Design für die Verwaltungsseiten nicht eines Tages verschlimmbessern.

Generell sind meine Erfahrungen mit All-Inkl also sehr positiv. Bis heute habe ich es nicht bereut, dass ich bei diesem Hoster gelandet bin. Natürlich hoffe ich auch, dass das weiterhin so bleibt.

Wir werden sehen.

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