WordPress.org vs. WordPress.com – der ehrliche Vergleich für Einsteiger

WordPress ist nicht gleich WordPress. Das merken viele leider erst dann, wenn sie schon gestartet sind. Eine der häufigsten Fragen, die ich seit Jahren immer wieder höre, lautet:

„Was ist eigentlich der Unterschied zwischen WordPress.org und WordPress.com und was brauche ich wirklich?“

In diesem Beitrag bekommst du eine klare, praxisnahe Antwort ohne Marketing-Blabla oder Technik-Overkill.

Kurzfassung (wenn du es eilig hast oder dein Kaffe schon kalt wird)

  • WordPress.org → volle Kontrolle, eigene Website, ideal für Blogs, Projekte & Business
  • WordPress.com → einfache Plattform, wenig Technik, stark eingeschränkt

👉 Meine Empfehlung in 90 % der Fälle: WordPress.org. Wenn du verstehen willst, warum, lies gerne weiter.

Was ist WordPress.org?

WordPress.org ist ein Content-Management-System (CMS), das du auf deinem eigenen Webhosting installierst.

Das bedeutet:

  • Deine Website liegt auf deinem Hosting
  • Du entscheidest über Design, Plugins, Funktionen & Monetarisierung
  • Du hast die volle Kontrolle über deine Inhalte

Die Software selbst ist kostenlos und kann auf wordpress.org heruntergeladen werden. In der Praxis läuft es heute meist so:

  • Du buchst Domain + Hosting (ab ca. 3–5 €/Monat)
  • WordPress wird mit wenigen Klicks beim Hoster installiert
  • Deine Website ist in wenigen Minuten online

Der Preis für diese Freiheit: Du bist selbst verantwortlich für Updates, Backups und grundlegende Sicherheit, wobei vieles davon automatisierbar ist.

Was ist WordPress.com?

WordPress.com ist eine gehostete Blogging-Plattform.

Du kannst dort kostenlos einen Blog starten, der z.B. so aussieht:

deinblog.wordpress.com

Die Vorteile:

  • Kein eigenes Hosting nötig
  • Technik, Updates & Sicherheit übernimmt WordPress.com
  • Sehr schneller Einstieg

Die Nachteile:

  • Stark eingeschränkte Design- & Funktionsmöglichkeiten
  • Plugins nur in höheren Tarifen
  • Werbung & Monetarisierung limitiert
  • Abhängigkeit von Tarifmodellen & Plattform-Regeln

Für private oder temporäre Blogs kann das ausreichen, für ernsthafte Projekte reicht es meist nicht (auf Dauer).

WordPress.org vs. WordPress.com – der Vergleich

FeatureWordPress.orgWordPress.com
DomainEigene Domain (z.B. deinewebsite.de)Subdomain, eigene Domain nur mit kostenpflichtigem Tarif
ThemesTausende kostenlose & Premium-ThemesBegrenzte Auswahl
PluginsVolle Freiheit bei Auswahl & NutzungNur in höheren Tarifen & eingeschränkt
AnpassbarkeitSehr hoch (Design, Funktionen, Code)Stark limitiert
InhalteGehören dir, liegen auf deinem HostingLiegen bei WordPress.com
WerbungFrei wählbarWerbung in der kostenlosen Version
UpdatesSelbst steuerbarAutomatisch
SpeicherplatzAbhängig vom HostingStark limitiert im Free-Tarif
KostenAb ca. 3–5 € pro MonatKostenlos bis teuer je nach Tarif
SkalierbarkeitSehr hochBegrenzt

Welches WordPress ist das richtige für dich?

Nimm WordPress.org, wenn du:

  • langfristig bloggen willst
  • dein Projekt ernst meinst
  • Geld verdienen möchtest
  • volle Kontrolle willst
  • nicht irgendwann neu anfangen willst

Nimm WordPress.com, wenn du:

  • nur privat schreiben willst
  • Technik komplett vermeiden möchtest
  • keine Anpassungen brauchst
  • dir Einschränkungen egal sind

Kann man später wechseln?

Ja, ein Wechsel von WordPress.com zu WordPress.org ist möglich.

Aber:

  • Design & Plugins lassen sich meist nicht 1:1 übernehmen
  • Inhalte müssen migriert werden
  • oft ist ein kompletter Neustart sinnvoller

Meine Erfahrung: Wenn du es ernst meinst, fährst in der Regel besser damit, direkt mit WordPress.org zu starten.

Nächster Schritt

Wenn du dich für WordPress.org entschieden hast und deine Website strukturiert & ohne Technik-Frust aufsetzen willst, habe ich einen kompakten WordPress-Crashkurs erstellt.

👉 WordPress-Crashkurs: Schritt für Schritt zur eigenen Website

Alternativ findest du auch bei YouTube sehr gute Tutorials, die dir alle Schritte für den Start mit WordPress zeigen.

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Über mich

Seit über zehn Jahren nutze ich WordPress und schreibe auf verschiedenen Blogs. Als Spezialist für Content Marketing und SEO arbeite ich neben meiner Selbstständigkeit seit einiger Zeit für die NETZhelfer GmbH. Dort helfe ich verschiedenen Kunden als Website Booster. Auf meiner persönlichen Website berichte ich über meine Learnings.


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